
Vom Dienstmädchen zum Fräulein vom Amt
Szenische Lesung begleitet von Küchenliedern
Karten >Dienstmädchen, Wäscherin, Amme oder Köchin – gibt es sie wirklich diese »typischen Frauenberufe«? Und was hat es mit den Berufen auf sich, die einst Männern vorbehalten waren?
Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus, sie leisten fast zwei Drittel aller Arbeitsstunden, sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens und sie besitzen weniger als ein Hundertstel des Eigentums. »Dienen«, so heißt’s schon bei Goethe, »lerne beizeiten das Weib«.
Petra und Sibylle Schleicher nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Frauenarbeit. In ihrer szenischen Lesung beleuchten sie die wechselnden Rollen und Herausforderungen, denen Frauen über die Jahrhunderte hinweg begegnet sind. Dabei stellen sie literarische Darstellungen berühmter Dichter den nüchternen Fakten und Statistiken aus der Gegenwart gegenüber und hinterfragen, warum Frauenarbeit oft als Knochenarbeit galt und noch immer nicht ausreichend gewürdigt wird.
Umrahmt wird das Programm von traditionellen Küchenliedern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die einst die gängigen moralischen Werte für Frauen vorgaben. Die Schleicher Schwestern haben ihre Neugier zu diesen Liedern als Kinder in der Küche beim Geschirrabwaschen und Erdäpfelschälen entdeckt. Viele der Lieder stammen daher bei ihnen aus einer mündlichen Tradierung und wirken dadurch in ihrer harmonisierenden Zweistimmigkeit besonders authentisch. Die beiden begleiten sich selbst auf diversen Instrumenten (Harmonika, Gitarre, Säge, Trommel, Waldteufel, Waschbrett…).












