Turmtheater Regensburg zeigt »Und es geht doch« mit Gerd Lohmeyer (Rudolf), Cindy M. Rößler (Regie-Assistenz) | Regie: Heiko Dietz | Ausstattung: Heinz Konrad

Und es geht doch

Komödie für einen Schauspieler von Thomas Letocha

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Der gutbürgerliche Rentner Rudolf (Gerd Lohmeyer) zieht in die Senioren-Residenz, die Koffer sind gepackt, gleich wird ihn sein Sohn abholen. Zu seinem Sohn und seiner Familie hat Rudolf eine gute Beziehung, aber natürlich will er nicht zu ihnen ziehen. Die Residenz soll ja auch sehr schön sein, gutes Essen, großer Park, Ruhe, nette Leute… aber nur 35 statt 145 Quadratmeter. Während er auf seinen Sohn wartet, gibt er erzählend Einblicke in sein Denken, Fühlen, Leben. Eine Flasche guter Rotwein beflügelt Rudolfs Laune zwar kurzzeitig, doch durch den Wein etwas enthemmt, fallen ihm auch allerhand Schattenseiten an dem zukünftigen Leben in der Residenz ebenso wie im Familienleben mit seinem Sohn ein. Es hat ja immer alles zwei Seiten.

Ein kleines Paket jedoch, das er für eine neue Nachbarin angenommen hat, deckt ein Geheimnis auf und gibt Rudolf den Impuls zu einer abenteuerlichen Wendung.

Gastspiel von theater … und so fort.


Pressestimmen:

Den Monolog richtet er ans Publikum als stummes Gegenüber. Das wirkt natürlich, gerade so, als sei man neben ihm auf einer Parkbank zu sitzen gekommen und er finge durchaus unterhaltsam an zu erzählen. Dabei fühlt sich Lohmeyer im Verlauf der knapp eineinhalb Stunden immer mehr in seine Figur hinein. (…) je näher dieser Kipppunkt kommt, dieses Bewusstsein, dass das bisherige Leben vorbei ist und danach eine graue Zukunft dräut, desto stärker kehrt Lohmeyer das Innere hervor. Der Verstand schickt einen in die Obhut Fremder, das Herz will die Selbständigkeit, ja Freiheit. Diesen Zwiespalt macht dieser Abend leise und gelungen spürbar.

Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung

(…) Immer tiefer wird Rudolf in seine Erinnerungen gezogen, der alte bewegungslose Mann verwandelt sich zunehmend in den jungen, abenteuerlustigen, der er einmal war. Einer, dem der Schalk im Nacken saß, der den Moment genossen hat und auch die Liebe. (…) Es ist rührend und ergreifend, Gerd Lohmeyer bei diesem präzisen und psychologisch klugen Spiel zuzusehen.

Anne Fritsch, Abendzeitung

Es ist ein fein ziselierter Abend der leisen Töne, und Lohmeyer spielt sich mit jeder Minute mehr ins Herz. (…) Der wunderbare Gerd Lohmeyer bringt das alles mit der gleichen Virtuosität auf den Punkt. Autor Letocha skizziert mit zartem Pinsel das sehr aktuelle Dilemma…

Ulricke Frick, Münchner Merkur

Fotos: Thomas Hafner


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